> GNU ist kein System für DAUs > [http://www.symlink.ch/comments.pl?sid=04/09/30/1614225&cid=4] > (Score:2, Tiefsinnig) > von Barachiel (REMOVE.barachiel BEI gmx TUT net) > am Thu. 30. September 04, 22:08 MEW > (User #1629 Info) http://aszlig.net/~thorium/ > Bei GNU/Linux geht es nicht darum, dass es einfach zu bedienen ist. Es ist > auch nicht das einzige Ziel von dem GNU Projekt M$s Windows von der > Computerwelt zu vertreiben. Hinter dem GNU Projekt steht eine Philisophie. > Ein Traum. Eine Vision. > Das GNU Projekt versucht eine Alternative zu proprietären Betriebssystemen > und Programmen zu geben. Es geht nicht darum einfach ein Betriebssystem zu > benutzen. Es geht darum einen Traum zu leben. Den Traum, dass jegliche > Information öffentlich genutzt werden kann. Der Traum, dass Software nicht > länger irgendwelchen Firmen gehört, die damit unendlich Geld scheffeln > sondern es geht darum sie für alle und jedermann frei zur Verfügung zu > stellen. Es geht darum eine Vision zu verwirklichen in der die ganze Welt > zusammen ein grosses Ziel anstrebt - eine riesige Gemeinschaft von > Programmierern rund um die Welt ist täglich damit beschäftigt die Welt ein > stücken besser zu machen. Das GNU Projekt gibt uns Freiheiten und Rechte, die > wir von proprietären Betriebssystemen und Programmen nicht kennnen. > Das GNU Projekt sollte nicht als Wettrennen mit Windows missverstanden > werden. Wir sollten aufhören und stänig darüber den Kopf zu zerbrechen > welches Betriebssystem nun besser, leichter und schneller zu bedienen ist. > Wir sollten GNU/Linux benutzen weil wir uns sicher sind, dass diese Art > Software das Richtige ist. Geniesst die Freiheit. Geniesst es euch > weiterzubilden indem ihr Code von einem System lest, welches von einer > riesigen Community von Leuten programmiert wurde. Geniesst dessen Schönheit > und werdet Teil dieser grossen Gemeinschaft. > _Darum_ geht es bei GNU/Linux. > Nicht um ein Wettrennen... ###### Re: GNU ist kein System für DAUs [http://www.symlink.ch/comments.pl?sid=04/09/30/1614225&cid=14] (Score:3, Tiefsinnig) von dino (neil@franklin.ch.remove) am Fri. 01. October 04, 9:58 MEW (User #32 Info) http://neil.franklin.ch/ Da bisher alle Barachiel gelobt haben, hier mal ein die andere Sichtweise. Notabene von jemanden der Linux seit 1.0.8 benutzt und seit 7 Jahre 100% Microsoft-frei ist. Also nix anti-Linux WinDAU. > Bei GNU/Linux geht es nicht darum, dass es einfach zu bedienen ist. Uebersetzung: Wir (zumindest der Schreiber) interessieren uns nicht fuer Benuetzer ihre Kriterien. Es geht uns nur um intellektuelle Selbstbefriedigung. Interessant, wenn man das mit den vorgegebenen Zielsetzungen weiter unten vergleicht. > nicht das einzige Ziel von dem GNU Projekt M$s Windows von der Computerwelt > zu vertreiben Blost *ist* das das zentrale Ziel das weiter unten beschrieben wird... > steht eine Philisophie. Ein Traum. Eine Vision Bei der Benutzbarkeit *zentral* ist. Weil freie Daten an die niemand ran kommt sind kein deut besser als unfreie Daten an die niemand ran darf. Ran kommen macht es aus, nicht warum man nicht ran kommt. > Alternative zu proprietären Betriebssystemen und Programmen zu geben Und unbenutzbar stellt eine Alternative dar? Das ist Vorbedingung das jemand etwas als Alternative ernst nehmen kann. > Es geht darum einen Traum zu leben Wie lebt man einen Traum ohne ihn benutzen zu koennen? Indem alle etwas anderes benutzen und nur davon traeumen? > die damit unendlich Geld scheffeln Was ist an Geld scheffeln als solches schlimm (Solange jemand nicht aus Maximierung des Geld scheffelns andere schaedigen)? Lerne zwischen realem Ziel (weg mit Schaedlingen) und unschuldigen Anwesenden (Geld machen) unterscheiden. > in der die ganze Welt zusammen ein grosses Ziel anstrebt Eine elitaere Gemeinschaft bei der normale User ausgeschlossen sind? Eigenartige Definition von "ganze Welt". > Das GNU Projekt gibt uns Freiheiten Welche nicht relevant sind, wenn man nicht an sie ran kommt. Freiheit ist nur Freiheit wenn sie frei sein kann. > und Rechte Rechte gibt nur der Gesetzgeber. Auch da: Lerne unterscheiden zwischen das was man selber erzeugen kann (Moeglichkeiten) und das was einem andere geben muessen (Beistand, was Rechte letztlich sind). > Das GNU Projekt sollte nicht als Wettrennen mit Windows missverstanden werden Jedes Projekt, das darauf abzielt Leuten etwas zu geben, steht immer in Konkurrenz mit dem was die schon haben. Fuer Zugriff auf Daten ist das in ueber 90% der Faelle Windows. > Wir sollten aufhören und stänig darüber den Kopf zu zerbrechen welches > Betriebssystem nun besser, leichter und schneller zu bedienen ist Uebersetzung: Wir sollten aufhoeren uns darum zu kuemmern, ob wir etwas besseres machen als laengst schon vorhanden ist. Frage ist dann, warum wir uns ueberhaupt anstrengen? Nur aus dem Spass etwas zu basteln? Selbstbefriedigung? Dann sollte man aber ehrlich sein und die ganzen politischen Versprechen streichen. Oder aber sie erfuellen. > dass diese Art Software das Richtige ist Ist schlechtere Benutzbarkeit das Richtige? So richtig, dass man anderes gar nicht in Betracht ziehen tut? > indem ihr Code von einem System lest Was nuetzt jemandem Code zu lesen, den er eh nicht verstehen kann, ja nicht mal eine Ahnung hat inwiefern Code ueberhaupt relevant ist, wenn er eigentlich nur an Daten herankommen wollte? > _Darum_ geht es bei GNU/Linux Du scheinst vor laeuter ideologischen Baeumen den Wald um den es geht uebersehen zu haben. Alles was wichtig ist nicht kapiert zu haben. Anmerkung: Ich erachte weder KDE noch Gnome noch sonst irgendein Windows-Nachbau Desktop als das Ziel. Ziel ist es etwas anzubieten, das ein User anschauen kann, erkennen was er damit machen kann, und wie das zu machen. Und das auch erfolgreich durchfuehren kann. Und darunter auch das ist, was er erreichen wollte. Das ist der Massstab. Windows liegt im Original schon weit daneben, es emulieren wird nicht besser. Mac IMHO auch, wenn auch etwas weniger daneben. Linux sollte selbstaendig einen eigenen Weg (oder besser mehrere zur Auswahl) entwickeln/ausprobieren. Aber auch die werden an ihrer Benutzbarkeit gemessen, vor allen anderen Kriterien.